projects

as if (we would be)

Eine Tanzmontage
A dance-montage

You should have Flash installed and Javascript enabled in order to fully enjoy this website.
Here you can download the Flashplayer.

Trailer:
as if – we would be

Nichts passiert, geheime Verabredungen ordnen die Stimmung, menschliche Kommunikation ohne Worte. Die neue Arbeit für sieben Tänzer der Choreografin Stephanie Thiersch und der Medienkünstlerin Angela Melitopoulos beschäftigt sich mit der Mimesis: Imitieren, sich einem Gefüge anpassen, tarnen, unsichtbar werden, auftauchen, aus der Rolle fallen. Automatisierung und Erfindung vereinnahmen unsere Sprache und Bewegung. Im Mittelpunkt einer Welt, die durch viele Normen regiert und stetig neu erfunden wird, formen mimetische Fähigkeiten Grenzräume zwischen dem Selbst und der Gruppe. Wer in den Raum eintreten und verhandeln darf, unterliegt einem öffentlichen Geheimnis. Die Bühne wird hier zum Möglichkeitsraum, in dem sich das Drama der Kreation in einer von Simulationen durchdrungenen Welt abspielt.

“Nothing happening; secret arrangements determine the mood; non-verbal human communication. The latest work for seven dancers by choreographer Stephanie Thiersch and media artist Angela Melitopoulos focuses on mimicry: imitating, adapting to a structure, disguising, becoming invisible, turning up, stepping out of line. Automation and invention monopolise our speech and movement. At the centre of a world which is governed by numerous norms and is constantly being reinvented, mimetic skills shape the frontier areas between the self and the group. Those allowed to enter the area and negotiate succumb to a public secret. Here, the stage becomes the realm of possibility which sees the drama of creation play out in a world infused with simulations.”

Besetzung/cast:

Created and performed by: Viviana Escalé, Inés Hernandez, Mu-Yi Kuo, I-Fen Lin, Victor Launay, Nicolas Robillard, Valenti Rocamora-Tora, in discussion: Anselm Franke, Concept/Dramaturgy: Angela Melitopoulos, Stephanie Thiersch, Choreography, Direction: Stephanie Thiersch, Video: Angela Melitopoulos, Video-Adaption of ´Sala de la Tele´: Meggie Schneider, Co-choreography: Alexandra Naudet, Consulting: Gerald Siegmund, Assistance: Angela Harter, Sound/Composition: Vitor Joaquim, Joseph Suchy, Music-Mix: Lyoudmila Milanova, Costumes: Sabine Schneider, Stage: Stephanie Thiersch, Angela Melitopoulos, Angela Anderson, Niko Moddenborg, Technical Director/Light Design: Niko Moddenborg, Management: Felix Wittek, Organization: Ines Disselbrede, PR/Marketing: Jessica Otten, Grafic Design: Jörg Waschat, Photography: Tom Trambow

Förderer/Credits:

Funded by: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, das Kulturamt der Stadt Köln, die Kunststiftung NRW und das NRW Kultursekretariat Wuppertal.

MOUVOIR/Stephanie Thiersch in Co-operation with Freihandelszone Ensemblenetzwerk Köln, in Coproduction with tanzhaus nrw, Düsseldorf and O Espaco do Tempo, Lissabon, Goethe Institut Dar Es Salaam Tansania mit dem Visa 2 Dance Festival, in Co-operation with Schauspiel Köln, CODA Dance Festival Oslo and colectivA Cluj (Rumänien).

Presse/press:

Dramaturgisch perfekt wechseln szenische Formen und tänzerische Formationen. Anfangs verändern sie sich oft unmerklich, fließen ineinander und bilden – nachahmend – neue Formen. Dabei entstehen immer wieder ästhetisch fesselnde Bilder. In den Videos von Melitopoulos werden inhaltliche wie Bewegungsmomente der Bühne aufgenommen, im Film fortgeführt oder kontrastierend gegeneinander gestellt. Mit dieser visuellen Ergänzung erweitert die Inszenierung die Grenzen des Tanzes und gibt Stoff für weitergehende Reflexionen. (tanznetz, Klaus Keil)

Eine kluge Produktion, deren Choreografien in großen Teilen Originalität und Reife demonstrieren. Stephanie Thiersch und ihre Truppe Mouvoir beweisen, dass sie in der freien Tanzszene eine Spitzenposition einnehmen. (Kölnische Rundschau, Thomas Linden)

Mit dieser großartigen Inszenierung belegt Stephanie Thiersch einmal mehr, dass sie längst zur ersten Liga der jüngeren deutschen Choreografengeneration gehört. (AKT, Klaus Keil)

Eine Gruppe Tänzer rottet sich zusammen zu einer amorphen Masse. Sie huschen über den Boden wie eine Schar Krebse, robben wie gestrandete Fische oder recken die Hälse in die Höhe wie ein Schwarm Straußenvögel. Ein Tanz der ständigen Metamorphose, der immerzu wandelbaren Selbstdefinition.
Über ein Jahr lang hat Stephanie Thiersch an ihrer neuen Produktion “as if (we would be)” geforscht. Es ist ihr erstes größeres Gruppen Stück. Die Produktion ist aufregend komplex, braucht zwei großformatige Leinwände, viel technisches Equipment und arbeitet mit sehr guten ausländischen Tänzern. In der Freien Tanzszene Kölns gibt es für solche ambitionierten Produktionen weder einen Proben-noch einen Aufführungsort. Stephanie Thiersch plante also nur eine Art Preview für Köln dann bekam sie ganz überraschend das Angebot von der Kölner Intendantin Karin Beier im Februar 2011 die Halle Kalk zu bespielen. Eine große Chance für Stephanie Thiersch, aber absolute Ausnahme in Köln (…)
Ihr Mimesis Stück zeigt Tänzer, die irgendwann aus dem formalisierten Bewegungen ausbrechen und die Kollaborationen in Kollisionen münden lassen. Ein Stück über Anpassung, aber eigentlich eine Rebellion. (WDR3 Mosaic, Nicole Strecker)

Das Ergebnis der aufwändigen Arbeit ist eine durchkomponierte Studie, die mit hochästhetischen Bildern für sich einnimmt.(…)Solche Szenen choreografiert Stefanie Thiersch mit ruhiger Hand.(…)Überhaupt trägt die Sound-Komposition die sieben starken Tänzer sicher durch das Stück. (Westdeutsche Zeitung, Bettina Trouwborst)

„As if (we would be)“ ist ein ambitioniertes Stück, in dem bewegende Szenen im Gedächtnis bleiben. Langer Applaus. (NRZ, Thomas Hag)

Der schöne Anfang von „as if (we would be)“ mündet in eine Folge von Szenen, die gekonnt Gruppenverhalten in Tanz übersetzen: im Schwarm Bewegungen imitieren, auf Befehl das Gegenüber umarmen, wie Models auf Zehenspitzen starksen. Das „Als ob“ meint vielleicht die Halbheit, die Abwesenheit eigenen Willens, die aus Menschen Mitmacher, Wartende, Gaffer macht, während sie sich vorstellen, sie seien „ganz“. Ganz da. (Stadtrevue, Melanie Suchy)

With this brilliant performance Stephanie Thiersch shows once more that she belongs since long to the top division of the German choreographers. (AKT, Klaus Keil)

A very smart production in which the choreographer demonstrates originality and maturity. Stephanie Thiersch and her company MOUVOIR show that they took over a top position in the independent dance scene. (Kölnische Rundschau, Thomas Linden)

A piece about adaptation but in fact a rebellion. (WDR3 Mosaic, Nicole Strecker)

The result of this complex work is a composed study that captures the audience with highly aesthetic images. (Westddeutsche Zeitung)

„as if (we would be)“ is an ambitious piece which moving scenes stay in mind. Long lasting applause. (NRZ, Thomas Hag)

The beautiful beginning of “as if (we would be)” leads into a series of scenes which skilfully translate group behaviour into dance: imitating movements in swarms; hugging their opposites on command; walking haughtily on tiptoe like models. Perhaps the “as if” stands for half measures; the lack of self-will which turns people into participants, waiting bystanders, gawkers while imagining they are “whole”. Wholly there. (Stadtrevue, Melanie Suchy)