Duo with Viviana Escalé and Valenti Rocamora i Torà
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Together with the two dancers, Viviana Escalé and Valenti Rocamora i Torà, and Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Thiersch develops a vocabulary of movement in Nature Morte that seeks the creatural form within dance. The choreography spurs reflection on people, nature and animals whose proposed movements brush with each other, but are also similar. Undescribed locations (cf. non lieu by Marc Augé) with no evolved history or identity form the backdrop to Nature Morte. Following the laws of movement research, video artist Martin Rottenkolber visually zooms in on our near environment, alternating between domestication and wildness. Nature Morte describes how dead a person can be in nature and how lively nature can be in a person.
Mit den beiden Tänzern Viviana Escalé und Valenti Rocamora i Torà und Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola entwickelt Thiersch in Nature Morte ein Bewegungsvokabular, das nach der kreatürlichen Form im Tanz sucht. Die Choreografie impliziert ein Nachdenken über Mensch, Natur und Tier, deren Bewegungsvorschläge einander reiben, aber auch ähneln. Unbeschriebene Orte (vgl. non lieu von Marc Augé) ohne gewachsene Geschichte und Identität bilden das Setting für Nature Morte. Der Videokünstler Martin Rottenkolber hat entsprechend der Bewegungsrecherche, einen visuellen Zoom auf unsere nahe Umwelt gelegt, die zwischen Domestizierung und Verwilderung changiert. Nature Morte beschreibt, wie tot der Mensch in der Natur und wie lebendig die Natur im Menschen sein kann.
Concept/Direction: Stephanie Thiersch, Choreography: Stephanie Thiersch in collaboration with: Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Dance/Choreograpy: Viviana Escalé, Valenti Rocamora i Torà,Video/Stage: Martin Rottenkolber, Sound: Deathprod, Joseph Suchy, Costumes: Sabine Schneider, Technical Direction/Light Design: Niko Moddenborg, Video Operator: Peter Rachel, Photography: Martin Rottenkolber
Presse/Press
Stephanie Thiersch develops an artificially changing dance for her characters comprising articulated motions that evoke impaired motor movements. They hark back to man’s evolutionary history and describe in dramatic terms the solitude of the protagonists: the courageous yet radical description of a “dead” environment in which man's creations run wild. (AKT)
Her choreography does not need to resort to pretentious gestures – the actions develop authentically. What emerges is a very personalised form of movement sequences. “Nature Morte” is a small, fine piece of dance artistry. Opinionated, but at the same time stylistically commanding and very finely done. (choices)
Ihre Choreografie braucht nicht auf prätentiöse Gesten zurückzugreifen, die Aktionen werden authentisch entwickelt. So kristallisiert sich eine eigene Handschrift der Bewegungsabläufe heraus. Ein kleines, feines Stück Tanzkunst wird mit „Nature Morte“ geboten. Eigensinnig, dabei stilsicher und geglückt in der Form. (choices)
Vor dem Bild der Parkplätze oder Maisfelder begegnet man menschlichen Gestalten, denen etwas Rohes innewohnt. Jean-Luc Godard hat solche Situationen, in denen Verkehrsambiente und Kannibalismus aufeinander treffen, in seinem Film “Weekend” gezeigt. Stephanie Thiersch bewegt sich auf ähnlichen Pfaden. Es gelingt ihr im Tableau zu bleiben, ihre Figuren besitzen offenbar kein Bewusstsein von sich, werden selbst keine Personen. Deshalb kann ihr ungeschlachtetes Wesen von tief unten aus den Gedärmen der Kreatur ans Licht kommen. (Kölnische Rundschau)
Stephanie Thiersch entwickelt für ihre Figuren einen kunstvoll changierenden Tanz gebrochener und motorisch blockiert wirkender Bewegungsabläufe. Sie wirken wie ein Rückgriff aufs evolutionsgeschichtliche Erbe der Spezies Mensch und beschreiben drastisch die Einsamkeit der Protagonisten: die ebenso mutige wie radikale Zustandsbeschreibung einer „toten“ Umwelt, in der das menschlich Geschaffene verwildert. (AKT)
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